Bankart-Operation Wien – Arthroskopische Labrumrekonstruktion bei Dr. Valentin Pichler

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des Körpers – und genau deshalb auch besonders verletzungsanfällig. Nach einer Schulterluxation ist die Gelenklippe (Labrum) häufig eingerissen. Bleibt diese Verletzung unbehandelt, bleibt die Schulter chronisch instabil. Die arthroskopische Bankart-Operation ist der minimalinvasive Goldstandard, um das Labrum zu rekonstruieren und die Schulter dauerhaft zu stabilisieren.

Als Schulterspezialist in Wien führt Dr. Valentin Pichler diesen Eingriff routinemäßig, minimalinvasiv und mit den kleinsten zur Verfügung stehenden Implantaten durch – mit dem Ziel, Ihre Schulter langfristig stabil und belastbar zu machen.

Was ist eine Bankart-Läsion?

Das Labrum glenoidale ist eine faserknorpelige Randstruktur, die die Gelenkpfanne der Schulter vertieft und gemeinsam mit den Bändern der Gelenkkapsel für Stabilität sorgt. Bei einer Schulterluxation – also dem vollständigen Ausrenken der Schulter – reißt dieses Labrum häufig an seiner vorderen unteren Befestigung am Pfannenrand ab. Diese Verletzung wird als Bankart-Läsion bezeichnet, benannt nach dem britischen Chirurgen Arthur Sidney Blundell Bankart.

Das Problem: Ist das Labrum einmal abgerissen, heilt es in der Regel nicht von selbst wieder korrekt an. Die Folge ist eine dauerhaft destabilisierte Schulter, die bei wiederholten Bewegungen – oft schon bei alltäglichen Tätigkeiten – erneut ausrenkt oder ein unangenehmes Instabilitätsgefühl verursacht. Besonders junge, sportlich aktive Patienten sind davon betroffen.

Neben der klassischen Bankart-Läsion gibt es auch knöcherne Varianten (ossäre Bankart-Läsion), bei denen ein Stück der Gelenkpfanne abbricht. Je nach Ausmaß des Knochenverlustes ändert sich die Therapieempfehlung.

Symptome – wann sollten Sie eine Abklärung in Betracht ziehen?

Typische Beschwerden nach einer Bankart-Läsion sind:

  • Wiederholtes Ausrenken (Luxation) oder Beinahe-Ausrenken (Subluxation) der Schulter
  • Anhaltende Instabilität, auch bei alltäglichen Bewegungen wie Greifen oder Heben
  • Schmerzen bei bestimmten Arm- oder Schulterstellungen – vor allem bei erhobenen Armen
  • Ein „Schnappen“, „Klicken“ oder „Springen“ im Schultergelenk
  • Kraftverlust im Arm, vor allem über dem Kopf
  • Angstgefühl bei bestimmten Bewegungen, insbesondere im Sport

Insbesondere Sportler in Wurfspportarten, Kampfsport oder Kontaktsportarten (Handball, Volleyball, Klettern, Ringen) berichten häufig über diese Beschwerden. Aber auch nach einem Sturz im Alltag kann eine Bankart-Läsion entstehen.

Diagnose bei Dr. Valentin Pichler

Behandlungsmöglichkeiten

Eine sorgfältige Diagnose ist die Grundlage jeder guten Behandlung. In unserer Ordination in Wien führ Dr. Pichler eine umfassende Untersuchung durch:

 

Anamnese: Dr. Valentin Pichler nimmt sich die Zeit, Ihre Krankengeschichte genau zu erfragen – wann und wie es zur ersten Luxation kam, wie oft die Schulter seitdem instabil war, welche Bewegungen Beschwerden verursachen.

 

Klinische Untersuchung: Standardisierte Stabilitätstests (z. B. Apprehension-Test, Relocation-Test, Load-and-Shift-Test) geben bereits erste wichtige Hinweise auf das Ausmaß der Instabilität.

 

Bildgebung

Röntgen

Um knöcherne Begleitverletzungen (z. B. eine Hill-Sachs-Läsion am Oberarmkopf oder eine knöcherne Bankart-Läsion) zu erkennen.

MRT

Zur genauen Beurteilung des Labrums, der Gelenkkapsel und der Bänder – idealerweise als MR-Arthrographie für noch höhere Präzision.

CT

Bei Verdacht auf relevanten Knochenverlust an der Gelenkpfanne, um das genaue Ausmaß dreidimensional zu beurteilen.

Erst nach dieser Gesamtschau wird Dr. Pichler gemeinsam mit Ihnen entscheiden, welche Behandlung für Sie am sinnvollsten ist.

Konservative Behandlung – wann reicht Physiotherapie?

Nach einer erstmaligen Schulterluxation – insbesondere bei jüngeren Patienten – kann in ausgewählten Fällen zunächst ein konservativer Behandlungsversuch sinnvoll sein. Dieser umfasst eine kurze Ruhigstellung in einer Armschlinge sowie eine konsequente Physiotherapie mit gezieltem Aufbau der schulterstabilisierenden Muskulatur (Rotatorenmanschette, Schultergürtel).

Allerdings ist das Risiko einer erneuten Luxation nach konservativer Behandlung – gerade bei jungen, sportlich aktiven Menschen – deutlich erhöht. Tritt die Schulter wiederholt aus oder besteht eine bereits dokumentierte Bankart-Läsion, empfehle ich in den meisten Fällen die operative Versorgung, um Folgeschäden am Knorpel zu vermeiden.

 

Arthroskopische Bankart-Operation – der minimalinvasive Goldstandard

Beim arthroskopischen Bankart-Repair wird das abgerissene Labrum über kleine Zugänge (ca. 5–8 mm) wieder an der Gelenkpfanne befestigt. Mit einer Minikamera (Arthroskop) und feinsten Instrumenten rekonstruiere ich die Originalanatomie des Schultergelenks, ohne großen Schnitt und ohne unnötige Verletzung der umliegenden Strukturen. 

Der Eingriff läuft in der Regel folgendermaßen ab:

Unter Vollnarkose wird die Schulter arthroskopisch inspiziert. Das abgerissene vordere Labrum wird mobilisiert und mit kleinen Knochenankern (die neueste Generation ist mit 1.8mm extrem klein und sehr stabil) wieder am Pfannenrand verankert. Gleichzeitig wird die Gelenkkapsel gerafft, um die Stabilität dauerhaft wiederherzustellen. Zusätzlich kann in bestimmten Fällen eine Remplissage (Verlagerung einer Sehne der Rotatorenmanschette in den vorhandenen Knochendefekt am Oberarmkopf) zur Erhöhung der Stabilität erfolgen. 

Vorteile der Arthroskopie:

  • Kleinste Hautschnitte – kaum Narbenbildung
  • Geringere Schmerzen nach der Operation
  • Kürzerer Krankenhausaufenthalt
  • Schnellere Rehabilitation
  • Hohe Präzision durch Kameravergrößerung

Bei reiner Weichteilverletzung ohne relevanten Knochenverlust ist die arthroskopische Bankart-Operation die Methode der Wahl mit sehr guten Langzeitergebnissen.

Latarjet-Operation – bei Knochenverlust an der Gelenkpfanne

Besteht ein relevanter knöcherner Defekt an der Gelenkpfanne (z. B. nach wiederholten Luxationen oder bei ossärer Bankart-Läsion), reicht die alleinige Labrumrekonstruktion oft nicht aus. In diesen Fällen ist die Latarjet-Operation die bevorzugte Methode: Dabei wird ein Knochenspan des Rabenschnabelfortsatzes (Processus coracoideus) auf die Gelenkpfanne versetzt, um den verlorenen Knochen zu ersetzen und die Schulter zusätzlich dynamisch zu stabilisieren.

 

Das folgende Video zeigt vereinfacht die arthroskopische Stabilisierung einer Bankart-Läsion. Dabei wird die verletzte Gelenklippe (Labrum) mit speziellen Ankern wieder am Pfannenrand befestigt, um die Stabilität des Schultergelenks wiederherzustellen

Nachbehandlung und Rehabilitation

Die Operation ist der erste Schritt – die konsequente Nachbehandlung ist der entscheidende zweite. 

Dr. Valentin Pichler begleitet Sie persönlich durch den gesamten Rehabilitationsprozess und stimmt sich eng mit Ihren Physiotherapeuten ab, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

 Vereinbaren Sie noch heute einen Termin in seiner Ordination in Wien!

FAQ: Häufige Fragen zur Bankart-Operation

Eine Bankart-Läsion ist ein Einriss der Gelenklippe (Labrum) an der vorderen unteren Schultergelenkpfanne. Sie entsteht meist bei einer Schulterluxation, wenn der Oberarmkopf aus der Pfanne springt und dabei das Labrum von seinem Knochenansatz abreißt.

Nicht zwingend. Nach einer ersten Luxation kann in ausgewählten Fällen ein konservativer Therapieversuch sinnvoll sein. Bei wiederholten Luxationen, sportlich aktiven Patienten oder einer bereits bestehenden chronischen Instabilität empfehle ich jedoch in der Regel die arthroskopische Operation, um Folgeschäden am Knorpel langfristig zu verhindern.

Der Eingriff erfolgt arthroskopisch – also über zwei bis drei kleinste Hautschnitte von ca. 5–8 mm. Mit einer Minikamera und feinen Instrumenten wird das abgerissene Labrum mit resorbierbaren Knochenankern wieder an der Gelenkpfanne befestigt. Der Eingriff dauert in der Regel 40 bis 60 Minuten.

Das hängt von Ihrer beruflichen Tätigkeit ab. Bei vorwiegend sitzender Bürotätigkeit ist oft nach 2–3 Wochen eine schrittweise Rückkehr möglich. Körperlich anspruchsvollere Berufe erfordern eine längere Auszeit – dies besprechen wir individuell.

Das ist von der jeweiligen Sportart abhängig. Leichte Ausdauersportarten (z. B. Radfahren, Laufen) können oft nach 2–3 Monaten wieder aufgenommen werden. Kontaktsportarten oder Wurfsportarten sind frühestens nach 4–6 Monaten, manchmal erst nach einem halben Jahr, wieder möglich.

Die arthroskopische Bankart-Operation hat bei korrekter Patientenauswahl sehr gute Langzeitergebnisse. Die Rezidivrate liegt bei sorgfältiger Operationstechnik und konsequenter Rehabilitation bei unter 10 %. Bei relevantem Knochenverlust kann die Latarjet-Operation noch bessere Stabilitätsergebnisse erzielen.

Die arthroskopischen Zugänge sind klein (ca. 5–8 mm) und hinterlassen dementsprechend nur kleine Narben. Das ist einer der großen Vorteile gegenüber einem offenen chirurgischen Eingriff.

Eine unbehandelte Bankart-Läsion führt häufig zu einer chronisch instabilen Schulter mit wiederholten Luxationen. Jede weitere Ausrenkung schädigt den Knorpel zusätzlich und kann langfristig zu einer Schulterarthrose führen. Eine frühzeitige Behandlung schützt das Gelenk nachhaltig.

Grundsätzlich ja – das Alter allein ist kein Ausschlusskriterium. Entscheidend ist die individuelle Situation: Ausmaß der Instabilität, Begleitverletzungen, körperliche Aktivität und Allgemeinzustand. Diese bespreche ich im persönlichen Gespräch mit Ihnen